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SchweizFlag of Switzerland within 2to3 Schweizer Armee
Armée suisse (frz.)
Esercito svizzero (ital.)
Armada svizra (rät.)

Armee CH logo

Logo der Schweizer Armee
Führung
OberbefehlshaberW: Bundesrat (Frieden)

Ein von der Bundesversammlung gewählter Oberbefehlshaber = General (Krieg)

Verteidigungsminister: Guy Parmelin, Chef VBS
Militärische Stärke
Aktive Soldaten: 137'710[1] (1. März 2014)
Reservisten: 39'045[1] (1. März 2014)
Wehrpflicht: 18–21 Wochen Grundausbildung, insgesamt 260 Tage (für Soldaten)[2][3]
Wehrtaugliche Bevölkerung: Alter 18–49 Jahre:
1'852'580 Männer
1'807'667 Frauen[4]
Wehrtauglichkeitsalter: 18–33 Jahre
Haushalt
Militärbudget: 4,4 Mrd. CHF[5][6] (2013)
Ausgabenanteil vom Steueraufkommen: 7,4 %[6]
Anteil am BruttoinlandsproduktW: 0,76 %[7] (2012)
Geschichte

Die Schweizer Armee (französisch: Armée suisse, italienisch: Esercito svizzero, rätoromanisch: Armada svizra) ist die Streitmacht der Schweiz.

Sie besteht aus den Teilstreitkräften Heer und Luftwaffe. Die Schweiz verfügt als Binnenstaat über keine Marine. Die Patrouillenboote auf den (Grenz-) Seen unterstehen den Genietruppen. Eine Besonderheit der Schweizer Armee ist das Milizsystem.

Auftrag Bearbeiten

SRC 023

Schweizer Grenadier

Folgende Aufgaben sind der Schweizer Armee durch die Bundesverfassung und das Militärgesetz übertragen:[8][9]

Die Armee hat den Auftrag:

a. zur Verhinderung von Kriegen und Erhaltung des Friedens beizutragen;
b. die Schweiz zu verteidigen und ihre Bevölkerung zu schützen;
c. zur Friedensförderung im internationalen Rahmen Beiträge zu leisten;
d. bei schwerwiegenden Bedrohungen der inneren Sicherheit sowie insbesondere bei der Bewältigung von Katastrophen im In- und Ausland die zivilen Behörden zu unterstützen, wenn deren Mittel nicht mehr ausreichen.

Verteidigung[10] ist der Kernauftrag der ArmeeW. Die Armee soll das Territorium der Schweiz sichern und verteidigen. Dazu setzt die Schweiz auf die abschreckende Wirkung der ständigen Kampfbereitschaft der Schweizer Armee. In diesem Zusammenhang wird der Begriff des «hohen Eintrittspreises» verwendet, den ein potentieller Angreifer zahlen müsse, wenn er die Schweiz angreife, das Territorium zu besetzen oder den Durchmarsch zu erzwingen versuche.

Unterstützung der zivilen Behörden[10] bildet den Hauptanteil der aktuellen Einsätze der Armee. Bei Naturkatastrophen kann die Armee Katastrophenhilfebataillone aufbieten. Umstritten ist insbesondere der Dauerauftrag der Botschafts- und Konsulatsbewachungen. Ebenso umstritten sind Einsätze zugunsten von Grossveranstaltungen wie dem G8-GipfelW, dem Weltwirtschaftsforum in Davos, der Expo.02 oder diversen Sportveranstaltungen.

Friedensförderung[10] ist ein personell sehr kleiner Bereich. Die Schweiz stellt der UNOW unbewaffnete Militärbeobachter (im Offiziersrang) zur Verfügung. Daneben gibt es zurzeit nur zwei bewaffnete Einheiten im Ausland: die seit 1999 der KFOR unterstellte Swisscoy mit bis zu 220 Armeeangehörigen und seit Herbst 2004 rund 25 Armeeangehörigen im Rahmen der EUFOR Mission in Bosnien.

Die Gewichtung dieser Aufträge unterliegt Änderungen, die sich aus der sicherheitspolitischen Lage ergeben. Im Juni 2007 entschied sich beispielsweise der Nationalrat für eine Verdoppelung der Mannschaftsstärken für die Friedensförderung. Die Verantwortung für Planung, Bereitstellung und Führung der friedensfördernden Auslandseinsätze liegt beim Kompetenzzentrum SWISSINT.


Panzer der Schweizer Armee Bearbeiten

Dies ist eine Liste von Panzer(typen), die in der Schweizer Armee im Einsatz waren oder für sie evaluiert wurden.[11]

Bild Panzer Herkunft Typ Version(en) Anzahl Indienst-
stellung
Ausgemustert Bemerkungen
Leichter Panzer RENAULT FT 17Renault FT-17WFrankreichFlag of France FrankreichLeichter PanzerII519211944
Carden-Loyd Mk.VI Strängnäs 12.08.11 (3a)Vickers Carden LoydWVereinigtes KonigreichFlag of the United Kingdom Vereinigtes KönigreichPanzerI, 33, 34, 35819311948
Strv m33Landsverk L-60WSchwedenFlag of Sweden SchwedenTank11936?Test
Panzerwagen 39 'PRAGA'Panzer39WTschechienFlag of the Czech Republic TschechienPanzerLTL-H2419391950
Renault PanzerjägerRenault R-35WFrankreichFlag of France Frankreich Panzerjäger121940?
Nahkamofkanone I pic04Nahkampfkanone 1SchweizFlag of Switzerland within 2to3 SchweizPanzerjäger119441947Test
Nahkampfkanone II 'Gustav' Military of SwitzerlandNahkampfkanone 2 GustavSchweizFlag of Switzerland within 2to3 SchweizPanzerjäger119461947Test
Cruiser TankWVereinigtes KonigreichFlag of the United Kingdom Vereinigtes KönigreichPanzerRAM Mk.II219471968Test
Panzerjäger G 13Panzerjäger G13WTschechienFlag of the Czech Republic TschechienPanzerjägerG1315819471973
AMX 13 pic05AMX-13WFrankreichFlag of France FrankreichLeichter Panzer20019541980
M47 Patton( Jeff Kubina)M47 PattonWVereinigte StaatenFlag of the United States Vereinigte StaatenMittlerer PanzerM Pz M47219521954 Test
Centurion MK III Seite - Schweizer Armee - Steel Parade 2006Centurion Mk VII (Panzer 57) pic03Panzer 55 CenturionWVereinigtes KonigreichFlag of the United Kingdom Vereinigtes KönigreichPanzerPZ55 Mk310019551991
TankPz55 Mk510019551991 Von Südafrika
TankPz57 Mk7100 19571991
TankPz67 Mk121219751991Von Kanada
Centurion bergingstank recovery of the Dutch armyEntpannungspanzer56WVereinigtes KonigreichFlag of the United Kingdom Vereinigtes KönigreichEntpannungspanzerEntp Pz 56301956199119 verkauft 1991 an Schweden.
Centurion-Bridgelayer-Dutch-latrun-2Brückenpanzer 55 CenturionWVereinigtes KonigreichFlag of the United Kingdom Vereinigtes KönigreichBrückenpanzerBrü Pz219631966 Test
Panzer 58Mittlerer Panzer 1958SchweizFlag of Switzerland within 2to3 SchweizMittlerer PanzerMPz 581219581964
Pz 61 Seite - Schweizer Armee - Steel Parade 2006Panzer 61SchweizFlag of Switzerland within 2to3 SchweizMittlerer PanzerPz6115019641994
Kampfpanzer 68-88Panzer 68 SchweizFlag of Switzerland within 2to3 SchweizPanzerPz68 1Serie17019711999alle modernisiert zu AA3.
PanzerPz68AA25019742003
PanzerPz68/7517019782003
PanzerPz68 AA522019881999
PanzerPz68/8819519932003
Entpannungspanzer65Entpannungspanzer 65SchweizFlag of Switzerland within 2to3 SchweizEntpannungspanzer Entp Pz656919702008
Brü Pz 68-88 - Schweizer Armee - Steel Parade 2006Brückenpanzer 68SchweizFlag of Switzerland within 2to3 SchweizBrückenpanzerBrü Pz683019742005
Panzerkanone 68 seitePanzerkanone 68SchweizFlag of Switzerland within 2to3 SchweizArtilleriePz Kan 68419721975Test
Fliegerabwehrpanzer 68 SPAAG pic03-135 mm Flab Panzer B22LSchweizFlag of Switzerland within 2to3 SchweizAAAB22L219791980Test
Zielpanzer68Zielpanzer 68SchweizFlag of Switzerland within 2to3 SchweizZielpanzer1019742007
MOWAG Shark frontMowag SharkSchweizFlag of Switzerland within 2to3 SchweizVerschiedenes319811981Test:APC, Tank, AAA, Anti Tank
MOWAG PIRANHA 10x10 frontMowag Piranha IIIC 10×10 SchweizFlag of Switzerland within 2to3 SchweizVerschiedenesIIC 10×10119941994Test
M109kawestM109W Panzerhaubitze 66Vereinigte StaatenFlag of the United States Vereinigte StaatenHaubitze M109 KAWEST5771974
Pz 87 Leopard - Seite - Schweizer Armee - Steel Parade 2006Leopard 2W Panzer87, Pz87 WEDeutschlandFlag of Germany DeutschlandPanzerA43801987Reduziert auf 224, 134 modernisiert Pz87WE.
Leopard 2 FahrschulpanzerWDeutschlandFlag of Germany DeutschlandTrainer319882002
Entpannungspanzer at LSMDBergepanzer BüffelWDeutschlandFlag of Germany DeutschlandEntpannungspanzerBPz3252004
PionierpanzerseiteKodiak (Panzer)WDeutschlandFlag of Germany DeutschlandSchweizFlag of Switzerland within 2to3 SchweizPionierKodiak122010
Panzerschnellbrücke LeguanPanzerschnellbrücke LeguanWDeutschlandFlag of Germany DeutschlandBrückenpanzer12als Trägerfahrzeug sollen bestehende, überzählige Leopard 2 dienen[12]

Leicht gepanzerte Fahrzeuge Bearbeiten

Aktive Einheiten Bearbeiten

Bild Name Herkunft Anzahl Bemerkungen
M113 Kawest seitlichM113WVereinigte StaatenFlag of the United States Vereinigte StaatenIn Gebrauch
M548M548WVereinigte StaatenFlag of the United States Vereinigte Staaten In Gebrauch
Landquart - Bus Stop Station (8185987058)Mowag Piranha 8x8SchweizFlag of Switzerland within 2to3 SchweizIn Gebrauch
Pzj Tow PIRANHA - Schweizer Armee - Steel Parade 2006Mowag Piranha IB 6×6SchweizFlag of Switzerland within 2to3 SchweizIn Gebrauch
Mowag EeagleMowag EagleSchweizFlag of Switzerland within 2to3 SchweizIn Gebrauch
GMTF 11Pl-2t 6x6 GL DURO IIIP (11089643403)DURO GMTFSchweizFlag of Switzerland within 2to3 Schweiz220 im RP 2008[13]
70 im RP 2010[14]
130 im RP 2013[15]
Total 430
In Gebrauch
Spz 2000 - Schweizer Armee - Steel Parade 2006CV9030CHWSchwedenFlag of Sweden Schweden186 im RP 2000[16]In Gebrauch

Ehemalige Fahrzeuge Bearbeiten

Bild Name Herkunft Anzahl Bemerkungen
Universal carrier (mortar carrier) 9-08-2008 14-53-48 (2)Universal CarrierWVereinigtes KonigreichFlag of the United Kingdom Vereinigtes KönigreichWar in Gebrauch
MOWAG ScorpionSchweizFlag of Switzerland within 2to3 SchweizGetestet
Mowag 3M1 Pirat 18Schützenpanzer Mowag PiratSchweizFlag of Switzerland within 2to3 SchweizUnterlag M113
Schützenpanzer Saurer TartarugaSaurer TartarugaSchweizFlag of Switzerland within 2to3 SchweizUnterlag M113
MOWAG Panzerattrappe pic1Mowag PanzerattrappeSchweizFlag of Switzerland within 2to3 SchweizWar in Gebrauch
MOWAG Puma SeiteMowag Puma 6×6SchweizFlag of Switzerland within 2to3 SchweizGetestet
MOWAG Shark frontMowag SharkSchweizFlag of Switzerland within 2to3 SchweizGetestet
MOWAG PIRANHA 10x10 backtopMowag Piranha IIIC 10×10SchweizFlag of Switzerland within 2to3 SchweizGetestet
Trojan schrägMowag TrojanSchweizFlag of Switzerland within 2to3 SchweizNach Bestellverzögerung gestrichen

Die Schweizer Armee während der Nazizeit Bearbeiten

Messerschmitt Bf-109 "Emil"

Mit deutschen Me-109 schossen die Schweizer Piloten im Mai 1940 deutsche Flugzeuge ab

  • 1938 marschierte Hitlers Wehrmacht in Österreich ein. Länder wie Frankreich, Polen und Belgien mobilisierten ihrerseits, während die Schweiz bloss ein paar WK-Einheiten an die Ost-, jedoch noch geringfügiger an die Nordgrenze verlegte. Sie hatte 1937 von Hitler persönlich eine Neutralitäts-Garantie erhalten, er wollte das bewaffnete Land mit seinen Alpen als Flankenschutz gegen Frankreich. Wahrscheinlich haben auch die verantwortlichen Armee-Führungsstäbe, damals noch aus ziemlich deutschfreundlichen Offizieren bestehend, von einer Mobilisierung abgeraten, analog dem von General Henri Guisan verworfenen Ratschlag vom Frühjahr 1940 (also vor Hitlers Angriff auf Frankreich), bereits jetzt ein Réduit zu beziehen. Der Bundesrat betonte im Nachgang der Österreich-Annexion, man werde sich gegen alle Gegner bis zum Letzten zur Wehr setzten.
  • Im Mai/Juni 1940 zwang Hitler mit einem Blitzkrieg Frankreich binnen zweier Monate zur Kapitulation. In der neutralen Schweiz herrschte eine gewisse Konsternation, hatte man doch damit seinen letzten demokratischen Nachbarn eingebüsst. Es gab aber auch nicht wenige Kräfte, die jubilierten, etwa Christian Gasser vom Gotthardbund, in der Nachkriegszeit Unternehmer und Ehrendoktor der Universität St. Gallen. Der Gotthardbund schaltete in den wichtigen Presseorganen defätistische Inserate vom beginnenden Aufbruch in eine neue Zeit. Allgemein sah der Ablauf 1940 wie folgt aus:
    • Die Deutschen überflogen von Beginn des Westfeldzugs an regelmässig neutralitätswidrig Schweizer Gebiet. Die Schweizer Flugwaffe setzte sich aber recht erfolgreich in Szene und schoss mehr deutsche Maschinen ab, als sie eigene verlor. Die Deutschen reagierten aber darauf mit wiederholten Drohnoten, worauf Guisan die Interventionen unterband.
    • Am 17. Juni, kurz vor der französischen Kapitulation, erreichten deutsche Spähpanzer die Schweizer Grenze, drehten aber nach kurzer Zeit wieder ab.
    • Am 19. Juni erhielt das private Nachrichtendienst-Büro HA eine Info: Die Gefahr sei zwar noch da, aber unzerstört sei die Schweiz für Deutschland interessant. Gemeint waren relativ klar die Rüstungsindustrie und der Gotthard-Transit ins Mussolini-Italien, beides von der Armee mit vorbereiteten Sprengungen für den Ernstfall versehen, sowie der Bankenplatz für DevisenW-Austausch (mithin auch gegen Raubgold) zwecks z.B. deutscher Rüstungs-Rohstoffbeschaffung im ebenfalls neutralen Schweden.
    • Als relativ offensichtliche Folge dieser Situation erfolgte am 25. Juni die berühmte, defätistisch gefärbte Radio-Ansprache von Bundespräsident Marcel Pilet-Golaz, wo er eine schrittweise Demobilisierung der Armee ankündigte.
    • In den Juni-Tagen war ein neues Handelsabkommen mit Deutschland in Verhandlung, die Deutschen wollten erpressen, dass künftig sämtliche Rüstungs-Exportlieferungen an die Achsenmächte D und Italien zu erfolgen hatten. Es war von daher wohl kein Zufall, dass sich gegen Ende Juni hunderte deutscher Panzer unbeschäftigt der Grenze entlang bewegten. Offenbar gab sich der Bundesrat aber hier relativ standfest. Erst als die Deutschen ein Kohlembargo androhten und fast zeitgleich in Kraft setzten, erstatteten die deutschen Unterhändler am 9. Juli Erfolgsmeldung: Die Schweiz musste diesen Knebelvertrag unterschreiben.
    • Im Bewusstsein dessen erfolgte am 22. Juli der Rütlirapport des Generals, der allgemein als militärische Widerstands-Manifestation gesehen wird. Der nachfolgende Réduit-Bezug mit den Restbeständen der Armee muss als Verlegenheitslösung gesehen werden: Man hatte in der Tat auf offenem Felde keine Chance gegen die Wehrmacht, machte sich aber anderseits bei einem möglichen Einmarsch erpressbar sowohl bezüglich Nachschub wie auch in Hinsicht auf die zurückgelassene Zivilbevölkerung. Als Druckmittel zur Verfügung hatte man aber immerhin die angedrohte Sprengung der für Hitler wichtigen Einrichtungen.
  • Von Interesse ist weiter das Jahr 1942, mit der Besetzung des bisher unbesetzten südlichen Frankreich unter Pétain durch die Wehrmacht im November:
    • Im Oktober hatte sich ein Sprecher der deutschen Auswärtigen Amtes mit harschesten Worten über die spitzen Federn vieler Schweizer Journalisten beschwert: "... vielleicht besser ins Jenseits befördern."
    • Als die Deutschen im südlichen Frankreich einmarschierten, gab es keine zusätzliche Mobilisierung. Auf den überall hängenden Plakaten riefen Bundesrat und General aber immerhin zu entschlossenem Widerstandwillen auf und verurteilten jedwelchen Defätismus.
  • Zum Jahreswechsel 1942/43 erlitt Hitler bei Stalingrad seine erste wirklich gravierende Niederlage des Krieges gegen die Rote Armee. Kurz danach, im März, ist dann wiederum eine Widerstands-Manifestation des Generals dingfest zu machen: Gegenüber dem deutschen Nachrichtendienstler Schellenberg betonte er im persönlichen Gespräch die Bereitschaft zur "entschlossenen Verteidigung gegen alle Gegner."

Quellen zum AbschnittBearbeiten

  • Bonjour-Bericht
  • J. Tanner: Réduit national und Aussenwirtschaft (Aufsatz)
  • ders.: "Die Ereignisse marschieren schnell" (Aufsatz)
  • Jürg Fink: Die Schweiz aus Sicht des Dritten Reiches
  • Vortragsaussagen des Militärhistorikers Hans Rudolf Fuhrer

ItalienBearbeiten

Beim italienischen Diktator Mussolini war ein stärkerer Drang spürbar, im Rahmen seiner IrredentaW-Ideologie den Kanton Tessin "heim zu holen", als bei Hitler bezüglich der Deutschschweiz. Er sah als einzige Voraussetzung einen Zangenangriff gemeinsam mit Hitler von Süden und Norden her, damit er Kräfte schonen konnte für seine weiteren Eroberungs-Gelüste. Dass er trotz vorhandener militärischer Planung (mit "Tannenbaum" lag die auch bei Hitler vor) schliesslich nicht kam, war auf seinen Berater, General Pietro Badoglio, zurückzuführen, der ihm prioritär zum Griechenland-Feldzug riet. Und natürlich auch auf Hitler, der zumindest vorderhand keine Besetzungs-Absichten zu erkennen gab.

Eine "Schwellenmacht"Bearbeiten

Im Kalten KriegW nach 1945W begann die Schweiz sofort damit, ein eigenes Atomprogramm in die Wege zu leiten, das offiziell der künftigen zivilen Nutzung der KernenergieW diente, inoffiziell aber auch der Entwicklung einer KernwaffeW förderlich war. 1960 wurde der Forschungsreaktor Diorit am EIR im aargauischen Würenlingen in Betrieb gesetzt, der nebst zivilen Forschungszwecken auch zur Produktion von waffentauglichem Plutonium hätte genutzt werden können. Er galt bei den hohen Militärs gemäss dem Historiker Jürg Stüssi-Lauterburg bis zu seiner Ausserbetriebnahme 1977 als Garant für den Schweizer Status als "nukleare Schwellenmacht".


Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. 1,0 1,1 Effektivbestände der Armee“, Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport, abgerufen 12. August 2014.
  2. Grundausbildung“, Militärischen Verbindungsstelle der Universität St. Gallen, 4. März 2008, Abgerufen 15. Dezember 2008.
  3. Dienstleistungspflicht, Abgerufen am 15. Dezember 2008.
  4. «Military Switzerland» (engl), CIA World Factbook, 4. Dezember 2008, abgerufen am 15. Dezember 2008.
  5. Abgerufen am 31. Oktober 2013.
  6. 6,0 6,1 Die Armee in Zahlen, Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport, 6. Oktober 2008, Abgerufen 15. Dezember 2008.
  7. The World Factbook
  8. Artikel 51 Schweizerische Bundesverfassung
  9. Zitiert nach dem Dienstreglement 04
  10. 10,0 10,1 10,2 Auftrag der Armee
  11. Urs Heller: Die Panzer der Schweizer Armee von 1920 bis 2008.
  12. Jane’s Information GroupW: Switzerland orders Leguan armoured bridge layers (englisch), abgerufen am 19. Januar 2015.
  13. vbs.admin.ch (PDF) abgerufen am 6. Juni 2015.
  14. vbs.admin.ch (PDF) abgerufen am 6. Juni 2015.
  15. vbs.admin.ch (PDF) abgerufen am 6. Juni 2015.
  16. ar.admin.ch, abgerufen am 6. Juni 2015.
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