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Kanton Waadt
Canton de Vaud
Wappen Waadt matt
Kanton der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Kürzel/Kontrollschild: VD
Amtssprache: Französisch
Hauptort: Lausanne
Beitritt zum Bund: 1803
Fläche: 3212.1 km²
Website: www.vd.ch
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30px-Wikipedialogo.png Kanton Waadt

Die Waadt [ˈvaːt] (Kürzel: VD; schweizerdeutsch: Wadt, französisch: Vaud [vo], italienisch: Vaud, rätoromanisch: Vad [vaːd]) ist ein Kanton in der Romandie, dem frankophonen Landesteil der Schweiz, und zählt zur Metropolregion Genf-Lausanne.

Der Hauptort und zugleich grösste Ort ist Lausanne.

Der Kanton wird als die Waadt oder auch als das Waadtland bezeichnet, im Französischen Pays de Vaud. Die Einwohner werden als Waadtländer, im Französischen als Vaudois [vodwa] bezeichnet.

Flächenmässig ist die Waadt der grösste ganz zur Romandie gehörige Kanton und (nach Graubünden, Bern und Wallis) der viertgrösste Kanton des Landes und rangiert bevölkerungsmässig (nach Zürich und Bern) auf dem dritten Platz.

Der Name geht auf voralthochdeutsch wald «Wald» zurück und meint «waldreiches Land». Die deutsche Form Waadt bewahrt die einstige frankoprovenzalische Lautung Vad, wogegen das französische Vaud (ursprünglich [vawd] ausgesprochen) noch die Vokalisierung des voralthochdeutschen /l/ reflektiert.[1]

Die Waadt existiert in ihrer heutigen Form erst seit NapoleonWs Mediationsakte und dem Beitritt zur Eidgenossenschaft am 19. Februar 1803. Zuvor war sie Untertanengebiet der aristokratischen "Gnädigen Herren von Bern". Im Anschluss an die napoleonische Befreiung machte sie von sich reden durch die kurzfristige Episode des einzigen Diktators der Schweizer Geschichte. Im Rahmen der von Napoleon unmittelbar nach seiner Besetzung der Schweiz 1798 ins Leben gerufenen Helvetischen Republik putschte sich der Waadtländer César Laharpe als Alleinherrscher an die Macht dieses kurzlebigen Einheitsstaates, wurde aber ziemlich schnell von anderen machthungrigen helvetischen Politikern, die sich ebenso wenig um Demokratie kümmerten, wieder gestürzt.

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Schweizerisches Idiotikon, Band XVI, Spalten 2207 f., Artikel Wāt II.
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