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Die Zeittafel Schweiz im Ersten Weltkrieg ist eine chronologische Darstellung der wichtigsten Ereignisse dieses Kriegs-ZeitraumsW in der damals neutralen Schweiz. In kursiver Schrift dargestellt sind als Kontext die für die Schweiz wichtigen Ereignisse bei den kriegführenden Nationen.

  • 1. August 1914: deutsche Mobilmachung angekündigt und Kriegserklärung an Russland, französische Mobilmachung angekündigt.
  • gleicher Tag: Die allgemeine Mobilmachung wird angekündigt und vollzieht sich in den darauf folgenden Tagen. Die Schweiz baut ab diesem Datum auch sukzessive eine eigene Luftwaffe auf, unter Führung des Flugpioniers Oskar Bider (siehe Schweizer Luftwaffe).
  • 3./4. August: Einmarsch deutscher Truppen in Belgien, unter rechtswidriger Missachtung der Neutralität dieses Landes. Danach Einmarsch in Frankreich.
  • 3. August: Die Bundesversammlung wählt Ulrich Wille zum General. Seine Strategie sieht vor allem eine Verteidigung nahe der Landesgrenzen vor. Als grösste Gefahr wird der Durchmarsch französischer oder deutscher Truppen durch das Land aufgrund des Ziels einer Süd-Umfassung des jeweiligen Kriegsgegners gesehen.
  • 1. Dezember 1914: Erster Neutralitätsbericht des Bundesrats: Es wird im Land eine heftige Debatte geführt zwischen den Sprachgruppen der Deutsch- und der Westschweiz. Dabei bezichtigt die Westschweizer Minderheit die Deutschschweiz und im Speziellen auch die Armeeführung, mit dem Deutschen ReichW zu sympathisieren, und dies trotz des rechtswidrigen Überfalls auf Belgien. Im Zusammenhang mit diesem Konflikt hat der Bundesrat bisher bereits zwei Zeitungen verboten und deren fünf verwarnt.
  • 14. Dezember 1914: Der Schriftsteller Carl Spitteler hält eine vielbeachtete Rede, welche die Landesteile zur Versöhnung aufruft. Sie führt in der Folge zu einer teilweisen Beruhigung der Lage.
  • 1915: Wegen Versorgungs-Engpässen müssen erste RationierungWs-Massnahmen für Lebensmittel verfügt werden.
  • 6. Juni 1915: Die Erhebung einer "einmaligen Kriegssteuer" wird in einer Volksabstimmung gutgeheissen.
  • 1915: Die Oberstenaffäre fliegt auf: zwei hohe Deutschschweizer Offiziere haben den Deutschen militärische Geheimnisse verraten.
  • Juni 1917: Die EntenteW-Mächte fangen ein Telegramm von Bundesrat Arthur Hoffmann, Vorsteher des Aussendepartements, zum Schweizer Sozialistenführer Robert Grimm, der gerade im revolutionärenW Russland weilt, ab. Er sei nach Rücksprache in Deutschland überzeugt, erklärt Hoffmann darin, dass dort ein Separatfriede mit Russland ebenfalls erwünscht sei. Obgleich Hoffmann später beteuert, einzig im Interesse der Schweiz gehandelt zu haben, wird er von der Entente beschuldigt, Deutschland begünstigen zu wollen, damit dieses Truppen an die Westfront in Frankreich verlegen könne. Hoffmann muss als Folge dieser Affäre zurücktreten.
  • Oktober 1917: Die Rationierung der Lebensmittel muss verschärft werden.
  • 4. Oktober 1918: Nachdem auch US-Truppen auf Seiten der Entente in den Krieg eingegriffen hatten, unterbreitet die deutsche Regierung ein Waffenstillstands-Angebot
  • 11. November 1918: Waffenstillstand, die Schweizer Armee wird teilweise demobilisiert, ein Teil des Aufgebots, aus vorab den konservativen Innerschweizer Kantonen, wird aber noch zur Bekämpfung des ausgebrochenen Landesstreiks verwendet. Es gibt dabei mehrere Tote.
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